Best Of Norwegen – Roadtrip mit Zelt

Der Sommerurlaub ging für uns dieses Jahr nach Norwegen: Roadtrip statt langem Flug, Zelt statt Hotel, Fjorde und Berge statt Urwald und Strand. Unsere Wahl ist vor allem wegen der atemberaubenden Natur auf Norwegen gefallen. Welche Aspekte und Erlebnisse uns in Norwegen begeistert haben, verraten wir euch in diesem „Best Of Norwegen“.

Natur pur: Fjorde, Flüsse, Seen und Wasserfälle

Norwegen ist für seinen Wasserreichtum bekannt. Das Land generiert 98% seiner Energie durch Wasserkraft und bis zu 200 km d in das Landesinnere hineinragende Fjorde prägen die Landschaft.

Der Sognefjord ist mit 204 km Länge und 1308 m Tiefe der längste und tiefste Fjord des Landes. Uns haben die Blicke auf die verschiedenen Fjorde, an denen wir entlang gereist sind, immer wieder begeistert. Das absolute Highlight war aber die Kajaktour durch den Sognefjord. 

Neben den Fjorden sind die vielen Wasserfälle ein Highlight in Norwegen. Ich freue mich auf Reisen und Wanderungen immer, wenn ich einen Wasserfall entdecke. In Norwegen hatte ich daher viel Grund zur Freude. Es gibt einfach unglaublich viele davon und laut World Waterfall Database fließen sogar zehn der dreißig größten und spektakulärsten Wasserfälle weltweit in Norwegen.

Zeitreise zu den Wikingern

Freilichtmuseen sind für uns immer einen Besuch wert. In Norwegen haben sie uns ebenfalls gut gefallen. Ganz besonders schön und außerdem sinnvoll (weil isolierend) sind die begrünten Dächer bei vielen der alten Häuser. Auch außerhalb von Freilichtmuseen haben wir die schönen Naturdächer bei vielen neueren Häusern gesehen und beschlossen: Falls wir irgendwann mal ein eigenes Haus bewohnen werden, soll es so ein Dach haben!

Definitiv einen Besuch wert, ist Otternes Bygdetun, ein kleines Freilichtmuseum bei Flåm, in dem man ein altes Wikingerdorf erkunden kann. Außerdem sehr schön: Das Hardanger Folk Museum in Utne . Dort gibt es Häuser aus dem 13ten bis 20ten Jahrhundert und außerdem sehr leckere Waffeln 😉

Elektromobilität

Wir haben in Norwegen, und übrigens auch schon auf dem Weg dorthin in Dänemark, soooooo viele Elektroautos gesehen. In Oslo war gefühlt jeder dritte Wagen ein Elektroauto und Ladesäulen gibt es dort auch bereits an vielen Stellen. Kein Wunder! Norwegen plant bis 2025 komplett auf Elektromobilität umzustellen und ab dann keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr in den Verkauf zu lassen.

Outdoor-Aktivität

Wandern, Radfahren, Campen, Kanufahren … Norwegen ist das perfekte Urlaubsland für Outdoorfans. Das einzige Manko: Das Wetter spielt oft nicht so richtig mit. Wir sind auf so mancher Wanderung nass geworden und haben nachts im Zelt auch mal ordentlich gebibbert. Davon abgesehen, ist es aber einfach nur fantastisch die norwegische Natur zu erleben. Beim Wandern wird einem schnell warm und eine Kanutour ist selbst bei Regen und 10Grad tatsächlich noch ein tolles Erlebnis.

Auch längere Wanderetappen, wie die ca. 9 Stunden zur Trolltunga lohnen sich für die grandiosen Ausblicke. Leider ist es an den Touristenhighlights, wie Trolltunga und Preikestolen meistens sehr voll, was den Naturgenuss dann schon deutlich mindert.

zelt

Umso mehr kann man dann aber die Einsamkeit genießen, wenn man sein Zelt abseits der vielen und oft mit großem Komfort ausgestatteten Campingplätze, in freier Natur aufstellt. Das sogenannte „Jedermannsrecht“ erlaubt das Wildcampen in Norwegen, so lange man einen gewissen Abstand zum nächsten Wohnhaus einhält. Besonders schön ist das Wildcampen ja ohnehin, wenn nicht gleich die nächste Straße oder Siedlung um die Ecke liegt. Wir haben uns zum Beispiel einen tollen Platz an einem Fluss gesucht. Wasser in der Nähe zu haben ist zum Waschen, Spülen, Trinkwasser besorgen natürlich ideal und da in Norwegen der nächste Bach, Fluss, Wasserfall oder See eigentlich nie weit entfernt ist, sollte es auch kein Problem sein einen Wildzeltplatz in der Nähe eben solcher zu finden.

Blaubeeren pflücken

Wir hatten das Glück zur besten Blaubeererntezeit im Westen Norwegens zu sein. Die Waldböden sind überall voller Blaubeerpflanzen und wenn die Blaubeeren reif sind, hat jeder das Recht sie zu ernten. Nach einer Wanderung im Rondane Nationalpark haben wir in einem Wald gehalten und fleißig unsere Schüsseln gefüllt. Wer schon mal Pfannkuchen mit selbstgepflückten Blaubeeren vom Campingkocher probieren durfte, weiß, welcher Genuss uns an diesem Abend erwartete. Und auch ohne Pfannkuchen drumherum, schmecken norwegische Blaubeeren einfach noch mal so viel besser, als die Exemplare aus deutschen Supermärkten!

 

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